Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben.


Deutungshinweise zum Gleichnis

Ich bin „der wahre Weinstock“ - Verhältnis zum Vater als der Winzer, der den Stock für das Fruchttragen pflegt und hegt. Reben und Früchte an ihm sind Werke des Geistes als die der Jünger in deren Einsatz und also sind sie die Reben und Früchte selbst.

Reinigung als Tätigkeit des Winzers (als Reinigungswerk des Geistes) - „Ihr seid schon rein“ nicht abgeschnitten

am Weinstock bleiben (als Zentrum und Nahrung transportiernd

Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. - Das Vollbringen von Werken, Frucht zu tragen, nicht getrennt, und auch nicht auf das Genießen der abzuerntenden Früchte verwiesen.

Bitten – Erfüllen : in mir bleiben, mir verbunden (was heißt das? liebt, Gebote erfüllt, also Bitten nur innerhalb des Gebotsrahmens)

Der Vater als Winzer handelt in Fürsorge nach dem Maß der Fruchtbarkeit von Weinstock und Reben als (geistige) Lebensgemeinschaft, in der die Reben auf den Stock und der Stock auf die Reben angewiesen sind, daß sie an ihm bleiben und annehmen, was sie durch ihn erhalten. Ein Abschneiden durch den Vater als Winzer erfolgt als Reaktion darauf, daß die Rebe keine Frucht bringt, das heißt, die inner Verbindung sich abgeschnitten hat, den Geist (den Saft) aus dem Weinstock nitch mehr aufnimmt (Bild nicht umgekehrt, daß abgeschnitten, damit keine Frucht trägt!). Darum erst:

„Wer nicht in mir bleibt, wird wie die Rebe weggeworfen, und er verdorrt.“ Handeln des Winzers gleich dem des Gerichts, das sich in den Lebensvermögen vollzieht, an ihnen wirksam wird. Das Bleibenkönnen liegt in der Verantwortung der Jünger, der Sprossen und Sprößlinge, den Reben. Geistig:

Wenn ihr in mir bleibt und wenn meine Worte in euch bleiben ... dann Bitte um Fruchtbarkeit (Erfüllungsverheißung unter Gemäßheit der Vermögensbedingungen !): ihr werdet es erhalten = es wird euch gelingen.

Dadurch wird mein Vater verherrlicht, daß ihr reiche Frucht bringt und meine Jünger werdet.

Gemeinschaftsgründend: im Verhältnis des Stocks zu den Reben – als Freunde, Mitbrüder im Geiste.